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22.07.2010, 16:43 Uhr | Übersicht | Drucken
Landrat Dr. Gericke spricht vor Mittelständlern über die Finanzlage des Kreises

Die Auswirkungen der schwierigen Finanzlage der öffentlichen Haushalte stellen auch die Kommunen und Kreise vor neue Herausforderungen. Aus diesem Grund lud die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) im Kreis Warendorf Landrat Dr. Olaf Gericke zu einem Informationsaustausch in das Hotel Witte in Ahlen-Vorhelm ein. "Auf der einen Seite brechen uns die Einnahmen weg – auf der anderen Seite steigen die Kosten, gerade auch im sozialen Bereich", machte Gericke deutlich. Jetzt komme es u.a. darauf an, solide zu wirtschaften und keine neuen Fässer aufzumachen.


Werner Berheide, Rainer Witte, Kreisvorsitzender Henning Siebert, Dr. Hartmut Schütte, Landrat Dr. Olaf Gericke, MIT-Bezirksvorsitzender Michael Kirchner, Werner Lanwehr, Wolf-Rüdiger Adler, Susanne Block, Stefan Bureck
 
MIT-Kreisvorsitzender Henning Siebert unterstützte Dr. Gericke mit dem Hinweis, dass Sozialleistungen zwar notwendig sind, andererseits aber auch bezahlbar sein müssen. Zudem forderte er eine verstärkte Aufgabenkritik. Siebert verwies dabei auf das Engagement des Kreises für die Westfälische Landeseisenbahn (WLE).
Gericke rechtfertigte diesen Schritt mit der Nachfrage von Firmen, die den Schienenverkehr gegenüber dem Straßenverkehr bevorzugen würden. Der Kreis hätte sich für die weitere Unterstützung der WLE entschieden, um einerseits Arbeitsplätze zu sichern, andererseits aber auch die betroffenen Regionen vor einem erhöhten Straßenverkehrsaufkommen zu schützen.
Trotz des Diktats der knappen Kassen dürfe sich der Kreis nicht "kaputtsparen", so Gericke. Er lobte das Konjunkturprogramm des Bundes, das sich positiv auf die Wirtschaft ausgewirkt hätte. Besonders positiv sei, dass der Kreis Warendorf einen Großteil seiner Aufträge im Rahmen des Konjunkturpakets an Unternehmen aus dem Kreisgebiet vergeben konnte. Auch die derzeitigen Bemühungen zum Ausbau des Glasfasernetzes seien erforderlich, um weiterhin für gewerbliche Neuansiedlungen attraktiv zu bleiben.




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